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Der Meerespark Tavolara Capo Coda Cavallo
Entsprechende Rechtsvorschriften im Gesetz Nr. 979 vom
31.12.1982
Institution DM 12.12.1997 (G.U. Nr. 47 vom 26.02.1998)
Leitende Anstalt. Die drei interessierten Gemeinden haben
die Intention geäußert, sich zu einer Genossenschaft
zu vereinigen, um so das Naturschutzgebiet anvertraut zu bekommen.
Gemeinden Loiri, Porto San Paolo, San Teodoro
Oberfläche 15.091,40 Hektar
Er
liegt an der Nordostküste Sardiniens und beinhaltet die
Gemeinden Olbia, Loiri, San Paolo und St.Teodoro. Hier treffen
wir auf zwei Inseln mit felsigen Küsten: Die Insel Molara
und die Klippe des Molarotto. An der Südostseite der
Tavolara erreichen die Klippen eine Höhe von bis zu 100
Metern. Die gesamte Zone zeichnet sich durch einen starken
Hydrodynamismus aus, und die einzige Alge, die ausreichende
Teppiche auf den vertikalen Felsen formen kann, ist die Halimeda
tuna. Das gesamte Gebiet repräsentiert in hervorragender
Weise die spektakulären Küsten Sardiniens, und das
kristallklare Wasser ist ein echtes Paradies für die
Liebhaber des Unterwassertauchens.
Die Grenzen des Parks sind Capo Ceraso und Punta Isuledda.
Dort wechseln sich landschaftlich einsame Buchten, verschiedenartige
Klippen und kühne Kaps miteinander ab.
Die Insel Tavolara, die von den Römern aus Ehrerbietung
gegen den Gott des Handels und der Seefahrer "Hermaea"
genannt wurde, erhebt sich mit ihrem weißen Kalkgestein
in der Sonne majestätisch aus dem Wasser mit ihren im
Laufe der Zeit ausgehauenen Kliffen, ihrem natürlichen
Kalkbogen, der "Grotta del Papa" (Grotte des Papstes),
die einst der Zufluchtsort für eine bestimmte Robbenart
war und der "Punta del Papa" , einem einzigartigen
und imposanten Monolithen steil über dem Meer.
Sie stellt eine fast rechteckige Basis dar, deren Eckpunkte
"Punta Timone", "Punta del Papa", "Punta
La Mandria" und "Coda di Terra" sind.
Der niedrige Landstreifen trägt den Namen "Spalmatore
di Terra" ("Erdschmierer") und hat eine pleistozäne
Litoralmorphogenese, die eine ausgedehnte Plattformabrasion
geschaffen hat, die sich etwa einen Meter vom aktuellen Meeresspiegel
abhebt und auf der sich Schichten von äolischem Sand
abgesetzt haben: Hieraus sind entsprechend der unterschiedlichen
Meereswetterenergie zwei Strände entstanden: Ein Sandstrand
in Richtung Südost und einer aus groben Konglomeraten
im Nordwesten. Dieser Bereich ist aufgrund seiner Charakteristiken
der zugänglichste teil, und deshalb befindet sich hier
auch ein Restaurant am Strand und Bojen für die Wasserfahrzeuge.
Die karbonathaltigen Felsen, die auf dieser Insel zutage treten,
führen zu imposanten Karstmorphologien entlang des gesamten
Osthanges, während diese auf der westlichen Seite weniger
bedeutend sind. Die andere bevölkerte Zone befindet sich
zwischen "Punta del Papa" und "Punta Timone",
wo sich auch der militärische Anlegeplatz der "Cala
Levante" befindet, zu dem die Zivilbevölkerung keinen
Zugang hat.
Sehr schön ist die nah gelegene Insel Molara,
die die geologische und ambientale Kontinuität der nahen
Küste von Coda Cavallo darstellt. Sie besteht aus rosa
Granit von mittlerer Körnung, die sich in grau-rosa biotische
Granite versenken, welche dem Granitpluton der Gallura angehören,
der sich durch eine bestimmte Form der Orogenese in das obere
Paläozoikum emporgehoben hat.
Anders die Insel Tavolara, von rundlicher Form, mit ihren
hohen und felsigen Küsten im östlichen Teil ("Punta
Levante" und "Punta di Scirocco") und gangbarer
mit einigen Stränden und Buchten aufgrund der Küstenunterbrechungen
auf der nordwestlichen Seite ("Cala Spagnola" und
"Cala Chiesa"). Auch auf dieser Insel befinden sich
Streifen mit Ablagerungen von tyrrhenischen Stränden,
die sich mit Sand und äolischen Sandsteinen aus der Eiszeit
assoziiert.
Die höchste Quote erreicht man im Inneren der Insel ,
in "Punta La Guardia", mit 155 Metern, wo eine Landschaft
aus charakteristischen Granitfelsen dominiert. Die wenige
fruchtbare Erde, die dort existiert, lässt Zistrosen,
gigantische Mastixbäume und Wacholder gedeihen.
Eindrucksvoll die Reste des mittelalterlichen Dorfes von Gurgurai,
das etwa um das 14. Jahrhundert verschwunden ist, als Hungersnöte,
Pestilenz und sarazenische Einfälle die Dörfer dezimiert
haben.
Zwischen Felsen und Macchia treten in geschützter Lage
in "Cala Chiesa" die Überreste einer kleinen
romanischen Kirche von St.Ponziano zutage.
Molarotto ist eine mittelgroße Insel, die sich
fünf Meilen von der äußersten Spitze der Tavolara
entfernt befindet. Ihre Oberfläche beträgt mehr
als 20.000 Quadratmeter mit einem Gipfel von 54 Metern.
Die Küstenumgebung ist aus großen Granitblöcken
geformt, auf denen Seevögel wohnen.
Der Park ist in drei Zonen aufgeteilt
ZONE A
In dieser Zone ist folgendes gestattet:
1. Der Zugang des Personals des leitenden Amts für Dienstleistungen
sowie wissenschaftlichen Personals zu Forschungszwecken
2. Die Durchführung von Unterwasserführungen, die
vom leitenden Amt reglementiert sind und in begrenzten Bereichen
und entlang vorgegebener Strecken durchgeführt werden.
3. In diesen Gebieten sind sowohl das Baden als auch der professionelle
und sportliche Fischfang verboten, und auch der Transit von
Wasserfahrzeugen (mit Ausnahme derer des Wassernaturschutzgebiets)
ist untersagt.
ZONE B
In dieser Zone ist folgendes gestattet:
1. Der Verkehr von Wasserfahrzeugen und Booten mit niedriger
Geschwindigkeit (nicht mehr als 10 Knoten)
2. Die Führungen (auch unter Wasser), die vom leitenden
Amt des Wassernaturschutzgebiets reglementiert sind
3. Das Baden
4. Die Verankerung an die entsprechenden vom leitenden Amt
vorgesehenen Strukturen;
Der kleinere Fischfang mit Hilfe auserwählter Geräte,
die den Meeresgrund nicht beschädigen, für professionelle
Fischer aus Gemeinden, deren Küsten zum Wassernaturschutzgebiet
gehören, mit einer täglichen Fracht, die vom leitenden
Amt reglementiert wird.
ZONE C
In dieser Zone ist folgendes gestattet:
1. Der Verkehr von Wasserfahrzeugen und Booten
2. Die Verankerung, wie vom leitenden Amt des Wassernaturschutzgebiets
reglementiert
3. Das Tauchen mit Rücksicht auf den Schutz des Meeresgrundes
4. Der kleinere Fischfang mit Hilfe auserwählter Geräte,
die den Meeresgrund nicht beschädigen, für professionelle
Fischer aus Gemeinden, deren Küsten zum Wasserschutzgebiet
gehören sowie das Sportfischen mit Angelschnüren
und Angelruten
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